Dein Zeitalter

Thursday, March 09, 2006

Ein Todesfall

Heute ist jemand gestorben.
Jemand der mir sehr nahe Stand und der mich lange Zeit begleitet hat: Ich.

Das ist so ekelhaft. Mir ist ernsthaft der Appetit vergangen.

Heute habe ich einen Teil von mir verloren.
Einen Teil, den ich glaubte nach langer Suche in mir gefunden zu haben.

Ich dachte schon, ich könnte zurück.
Ich dachte ich könnte mich rehabilitierren. Zurück nach Hause. Zurück in das System.
Ich dachte ich könnte, was mir erdachte mitnehmen, doch dieses Gepäck ist zu schwer.
Zu schwer für die durchrationaliesierte Welt.

Wer gesehen hat, was ich mir malte, dem scheint es nicht vergönnt, Früchte seiner Arbeit zu wachsen zu sehen.

Dieser Planet ist tot. Schon lange. Leben findet hier löngest nicht mehr statt. Das einzige was man hier noch machen kann ist funktionieren.
Eine Funktion erfüllen.
Sich für einen Zweck missbrauchen lassen.


Man wirft mir vor, ich sei ein Theoretiker.
Man sagt ich könnte mit der "Realität" nicht umgehen.
Man sagt ich wäre unpraktisch.

Scheiße, verdammt! JA, das bin ich.

Ich bin nun mal nicht der Typ, der sich die Welt mit Beispielen erklärt.
Ich bin nicht der Jenige, der die Ausübung seiner Tätigkeit an Bequemlichkeit orientiert.
Ich verstecke die schreckliche Realität nicht hinter Formeln und "Naturgesetzen".
Ich mache mein loses Weltbild nicht an Normen fest.

Sagt, ich könne mit eurer Welt nichts anfangen,
aber sagt nicht, ich wäre zu feige, es zuzugeben!
Sagt ich bin unfähig,
aber behauptet nicht, ihr wäret es nicht!
Ich bin nicht fähig mit eurer Welt zuleben; ihr könnt nicht ohne sie.
Nennt mich Querdenker, aber behauptet nicht, dass ihr denkt!
Mit Querdenkertum geht es nicht und ohne auch nicht.

Wenn ihr mich fragt:
Die Leute die mich umgeben haben verlernt, zu leben. Wenn man sie lassen würde, sie könnten gar nicht mehr. Der Mensch ist domestiziert. Versklavt an sein eigenes System.

Da brauchen wir nicht erst Maschinen für, Gebrüder Wachowski.
Für sowas reicht auch schon ein Grundgesetz.

Thursday, March 02, 2006

Viel zu spät

ist es mittlerweile, aber man muss fest feiern, wie sie fallen und Gelegenheiten nutzen wenn sie sich bieten.

Ebenfalls spät fällt mir folgendes in die Arme:
Ernstlich beschaue man den Misanthropen und frage sich, ob jemals ein Dichter sein Inneres vollkommener und liebenswürdiger dargestellt habe. Wir möchten gern Inhalt und Behandlung dieses Stückes tragisch nennen; einen solchen Eindruck hat es wenigstens jederzeit bei uns zurückgelassen, weil dasjenige vor Blick und Geist gebracht wird, was uns oft selbst zur Verzweiflung bringt und wie aus der Welt jagen möchte.
- Johann Wolfgang von Goethe

Wednesday, March 01, 2006

Ach wie gut, dass niemand weiß ...

... wer ich bin;
ansonsten würde morgen meine Wohnung durchsucht, soviel zur Meinungfreiheit.

Aber so bin ich so frei, folgende Überlegung anzustellen:

1933-1945:
Hilter "führt" im Namen des Nationalsozialismus 50 Millionen Menschen in den Tod
1958-1960:
Mao Zedong opfert für den Kommunismus 35 Millionen Menschenleben
1987-2006
Ich morde für die Erkenntnis.
Aber: Ich töte nur mich.

Erkenntnis des Tages:
Alle drei haben eins gemeinsam. Sie handeln Rücksichtslos, ohne Rücksicht auf Verluste, Kompromisslos ein Ziel verfolgend. Menschen mit Prinzipien. Sie alle werden nicht verstanden. Nicht alle haben ihren Wunsch nach Verstehen geäußert, aber dennoch wird versucht, die Motivationen aller drei zu verstehen. Ob nun im Geschichtsunterricht, oder im Blog.

Was immer man für Ideale hat, woran immer man glaubt, wofür auch immer man grade steht, es kommt auf Gleiche raus: Wer ein Ziel verfolgt, tötet. Für alles gibt es Kosten. Für Blogs geht Zeit drauf, für Ideale Menschen. Ganz simpel, ganz normal, ganz brutal.

Schaut her, mein Weg ist der falsche und hier ist der Beweis.
Morgen kommt der Beweis, dass alles andere auch falsch ist.

Friday, February 24, 2006

Zur momentanen Situation

Ich hab atm zu viel zu tun um viel nach zu denken ... daher keinen neuen Einträge.

Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht.

Ich bin zeitlich viel zu eingeengt, als dass ich zeit hätte, gegen Wände zu rennen.

Thursday, February 16, 2006

Der Zenit

Philosophie ist schon seltsam ... da schreibt Locke darüber, dass Sprache nicht zum Verständniss führen kann einen Text. Ironischer Weise einen Text. Niedergeschriebene Sprache.

Der beste Beweis für die Richtigkeit seiner These ist die Unverständnis, die er hervorruft.
Der beste Beweis für meine Einsamkeit ist das Unverständnis, das sie hervorruft.

Mir brummt der Schädel ... So allein kann ich doch gar nicht sein ... oder?

Wednesday, February 15, 2006

Vergangenheitsbewätigung Teil 3

Erstaunlich wie unnormal das ist. Wie viel Unverständnis ein blaues Auge aufwirft ... Niemand versteht so ganz, warum ich das ... naja provoziert hab. Und je öfter ich gefragt werde und je öfter ich antworte und wieder nur Kopfschütteln ernte, desto weniger scheine ich mir selbst darüber klar zu sein, warum.

Darum noch ein Mal im ganzen Satz:

Ich empfinde meine Umwelt als unpassend, als grotesk und versuche, sie zu überdenken. Ich wollte ganz simpel, ganz persönlich wenn auch nur für kurze Zeit tun worauf ich Bock hatte. Echte Freiheit gibt es erst, wenn man alles was einen beschränkt abgelegt hat.

Keine Angst um Ansehen, den eigene Körper, sonst was. Nur Hier und Jetzt und Ich.
Keine Zeit, kein Raum, keine Moral, kein Gesetz. Für die Zeit in der das Bewusstsein aussetzt hat nichts und niemand hat mehr Macht über mich.

Warum ich mir die Visage verbeulen lassen hab? Mir war danach.

Mit anderen Worten:
And my scars remind me that the past is real:
I've tearn my heart open, just to feel.

Monday, February 13, 2006

minibutton

Ich hab mir grad mal schnell mit dem wirklich guten brilliantbuttonMaker einen schönen Linkie gebaut:

Wer da Bock auf hat, kann den mit folgendem Text einbauen:
<a href="http://zeitalter.blogspot.com/">
<img src="http://photos1.blogger.com/blogger/2849/2199/400/zeit-alter.png"
alt="Zeit, alter!" border="0">